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    Einblicke, Praxisbeispiele und Neuigkeiten rund um die Digitalisierung der Produktion.

    Die 3 größten Bremsen der Digitalisierung in der slowenischen Produktion (und wie man sie überwindet)

    Peter Korenčan, 4. Juni 2026



    Die einzige Chance für das Überleben der slowenischen Produktion im globalen Wettbewerb ist eine starke Digitalisierung der Systeme. Doch viele Unternehmen bleiben bereits vor dem eigentlichen Projektstart stecken. Warum kommen Projekte zum Stillstand, obwohl die Notwendigkeit der Transformation bekannt ist? Die Praxis zeigt drei zentrale Hindernisse:


    1. Mangel an geeignetem Personal und spezifischem Wissen

    Das größte Hindernis ist der Personalmangel. Unternehmen brauchen Fachkräfte, die sowohl IT als auch industrielle Prozesse (MES, ERP) verstehen. Ein häufiger Fehler ist, das Projekt der internen IT-Abteilung oder den Produktionsleitern aufzubürden, die jedoch weder Zeit noch spezifisches Wissen für anspruchsvolle Integrationen haben. Das Ergebnis sind erschöpftes Personal und Verzögerungen. Ein echter Projektleiter muss sowohl die Sprache der Programmierer als auch die der Maschinenbediener sprechen können.


    2. Widerstand gegen Veränderungen und unflexible Kultur

    Digitalisierung ist in erster Linie ein kultureller Wandel. Produktionsmitarbeiter sehen neue Systeme oft als Kontrolle und zusätzliche Belastung. Wenn die Implementierung nicht von transparenter Kommunikation und Change Management vor Ort begleitet wird, stoßen Projekte schnell auf stillen Widerstand.


    3. Unklare Strategie und fragmentierte Prozesse

    Die Implementierung von Technologie ohne vorherige Überlegung schafft unzusammenhängende „Digitalisierungsinseln" und unterbrochene Datenflüsse. Vor der Auswahl von Software ist eine fachkundige Beurteilung (Audit) und Prozessoptimierung unerlässlich. Das Informationssystem muss dem Geschäftsmodell des Unternehmens dienen, niemals umgekehrt.

    Wie beseitigt man den Engpass? Drei mögliche Ansätze

    Wenn Unternehmen erkennen, dass es an einem geeigneten Projektträger fehlt, stehen sie in der Regel vor drei Möglichkeiten. Um die Entscheidung zu erleichtern, haben wir sie nach Geschwindigkeit, Qualität und Kosten der Einführung bewertet.


    • Einstellung eines neuen internen Leiters

      • Einführungsgeschwindigkeit (Niedrig): Die Suche und Einarbeitung einer spezifischen Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt dauert mehrere Monate.

      • Einführungsqualität (Hoch): Der Experte kann sich zu 100 % den Spezifika des Unternehmens widmen.

      • Einführungskosten (Hoch): Teure Anstellung. Die größte Falle ist jedoch, was nach Abschluss der Einführung mit dem teuren Experten geschehen soll.

    • Zusätzliche Aufgaben für das bestehende Team

      • Einführungsgeschwindigkeit (Sehr niedrig): Aufgrund regulärer operativer Aufgaben kommt das Projekt extrem langsam voran.

      • Einführungsqualität (Niedrig bis Mittel): Zeit- und Wissensmangel für komplexe Integrationen führt schnell zu Kompromissen.

      • Einführungskosten (Mittel bis Hoch): Versteckte Kosten durch Produktivitätsverlust, Team-Burnout und ungeeignete Lösungen.

    • Beauftragung eines externen Partners

      • Einführungsgeschwindigkeit (Hoch): Sofortiger Start mit spezialisierter Methodik, ohne das interne Team zu belasten.

      • Einführungsqualität (Hoch): Das Team bringt umfangreiche Erfahrung mit, antizipiert Fallstricke und steuert neutral den Widerstand gegen Veränderungen.

      • Einführungskosten (Optimiert): Die Kosten sind klar auf die Projektdauer begrenzt, ohne langfristige Personallasten.



    Quellen


    Peter Korenčan, 4.6.2026